Das Corps
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Corps Arminia

Corpsmuseum

Einblicke in die Sammlung unseres Corpsmuseums – Couleurgegenstände, Pokale, Pfeifen, Fotografien und andere Schätze aus der Geschichte von Arminia und Hercynia.

26.11.2018

Corpsmuseum – die Vierte

....wir machen weiter mit Einblicken in das Corpsmuseum. Heute mit Trinkgefäßen im weitesten Sinne.

Als erstes "der Lautenschläger". Eine Schenkung unseres Cbr. Prof.Dr. Alois Lautenschlägers. Er war einer der bedeutendsten Hals-, Nasen- und Ohren Ärzte in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. In den Chroniken der Stadt Aschaffenburg wird er als ein bedeutender Sohn der Stadt geführt. Nachzulesen unter ASCHAFFENBURGER PERSÖNLICHKEITEN

So und jetzt der Prunkpokal:

Ein großer Silberpokal (800er Silber) auf drei kugelförmigen Füßen. Auf der Deckelplatte in der Mitte eingraviert der Zirkel. Oberhalb der Wahlspruch Treu Fest Frei und unterhalb die Widdming: Lautenschläger s/l Arminia z. 85 Geburtstag
Innen voll vergoldet. Außen waren zumindest die Applikationen vergoldet. Die Vergoldung außen ist größten Teils schon abgerieben.Am Boden mit 800 (Silbergehalt) W.(Hersteller) und Halbmond Krone(Deutsches Reichsstempel Gesetz von 1884) gepunzt.

Weiter geht’s mit einer Rarität, die erst vor einigen Monaten zu uns fand. Ich konnte dieses Schätzchen ersteigern. Es handelt sich um eine Kanne aus Holz mit reicher Verzierung und handgemalten Wappen Hercyniae.

Eine große Zierkanne aus Holz. Reichhaltige Brandverzierung mit Eicheln und Eichenblättern. Mittig das Vollwappen Hercyniae mit Assistenzdekor. Darunter der Wahlspruch EINTRACHT HÄLT MACHT. Unter dem Henkel die Widmung „Weihnachten 1901 J.E.“

Und nun zwei Bierkrüge, also wirkliche Trinkgefäße. Es sind mit die ältesten aus unserem Fundus.

Der erste Krug ist ein Porzellankrug, der zweite ein Glaskrug.

Ein 1/2L Porzellankrug. An der Stirnseite stilisiert die Initialen FS. Auf der Deckelplatte das Vollwappen Hercyniae vor gekreuzten Fahnen und Schlägern. Oberhalb des Wappens Hercynia sei’s Panier, darunter das Gründungsdatum 15.XI 1847. Auf der Innenseite der Deckelplatte Zirkel Hercyniae darunter die Widmung:„ Dismas Neumüller s/lb Franz Schuster xxx z. fr. Erg. Burgebrach W.S. 75“
Auf der Innenseite des Bodens ein liegender Hirsch als Relief. Der Boden ist zudem lichtdurchlässig. Sehr massive Zinneinfassung am Griff.

Ein 0,5L Glaskrug mit leichtem Dekor. Auf Deckelplatte Wappenschild in Arminianer Farben mit Zirkel vor zwei gekreutzen Arminianer Fahnen. Am Schildrand der Wahlspruch: Treu Fest Frei. Oberhalb des Wappens entlag des Plattenrandes:Arminia sei’s Panier. Unterhalb des Schildes das Datum 18 17/IV 45. Datrunter die Widdmung: „v.Syberg s/m v.Tucher Aschaffenburg 12.IV 67“. Links oberhalb des Henkels der Eichstrich sowie 0,5L. Im Deckel die Marke der Nürnberger Zinngießerei J.A.Wagner.

So das war’s für heute. Ich melde mich wieder mit neuen Eindrücken aus unserem Fundus

15.11.2018

Corpsmuseum – die Dritte

....so da bin ich wieder.

Heute möchte ich drei, von der Größe her, eher "unscheinbare" Stücke zeigen, zwei Couleurringe und einen Fächer. Alle drei sind zwischen 1910 und 1920 entstanden.

Als erstes der Fächer. Ich muß sagen, eins meiner Lieblingsstücke. Ich habe so einen bei keinem anderen Corps gesehen.

Ein Fächer vermutlich aus Sandelholz. In der Mitte ein handgemaltes Vollwappen Arminiae, die einzelnen Fächerstäbe werden von einem Weinband in den Farben Arminiae zusammen gehalten. Drei selbstgeschriebene Widmungen von wohl drei Tischherren der Besitzerin des Fächers.
Die handgeschriebenen und gezeichneten Widmungen von rechts nach links:
„Nach Jahren denk selig der wonnigen Stunden da Zauber der Töne uns selig umschlungen“ Auf dem Stab daneben ein handgemaltes Bild und das Datum „21.1.1920“, gefolgt von zur „frdl. Erinnerung H. Englert A! (xxx xxx)“ (Bild 3)

Bild eines tanzendes Paares rechts des Wappens und darunter das Datum „11.I 20“. Links vom Wappen die dazugehörige Widmung „Es lebe die selige Jugendzeit holdlieb u. die launige Reise“. Am Blatt daneben „Zu freundl. Erg. Max Schweighofer“

Selbstgemaltes Bild eines Pfeife rauchenden Arminianers in Band und Mütze (Selbstportrait?). Auf dem nächsten Stab die Widmung „Ich bin ein Student und ein leichter Gesell’ Hab Freud’ an der Lieb und am Wandern.“ gefollgt von „ZUr freundl. Erinnerung Fritz Ewald A! München 18. I 1920 (Bild 2)

In zehn Tagen drei Tanzveranstaltungen, es waren halt die Roaring Twenties (Goldenen 20er).

und jetzt die beiden goldenen Couleurringe:

Couleurring in 585er (14K) Gold. Die Farben Arminiae in Feueremaille auf einem nach rechts offenen Wappenschild.Innen gepunzt mit 585 (Goldfeingehalt 58,5%) und einer nicht mehr leserlichen Punze des Goldschmieds. Ausserdem in feiner Gravur die Widmung:
“C.Eppner A! H.Jetzt A! x i.l. Lbb Fr.Scheidter A! (F.M. x)“
Dieser Ring kam zum Corps als Schenkung vom verstorbenen Cbr. Scheidter II. Bei den in der Widmung genannten Corpsbrüder handelt es sich um Carl Eppner I (x,x) Matrikel 582, Hermann Jetzt (×) Matrikel 576 und Franz Scheidter I (FM,×) Matrikel 567.

Der zweite Ring enthält leider weder eine Widmung noch eine Datierung aber es ist anzunehmen dass er um 1910-193o entstanden ist. Den Ring hat unser Cbr Kadner VI ersteigert und ihn dann dem Corps vermacht. Besten Dank dafür.

Couleurring in 585er (14K) Gold. Die Farben Arminiae in Feueremaille auf einem geschlossenen Wappenschild gekrönt von drei goldenen Kugeln. Innen gepunzt mit 585 (Goldfeingehalt 58,5%) und MM (Punze des Goldschmieds)

10.11.2018

Corpsmuseum – die Zweite

Liebe Corpsbrüder

Wie versprochen geht es nun weiter mit der Vorstellung unserer Schätze.

Als erstes ein großer geschliffener Prunkpokal aus Kristallglas. In der Mitte ein Gravurfeld mit Widmung

„Dem Corps Hercynia zum 25 jährigem Jubilaeum von Seinen Philistern in Schwaben. 1872.“

gefolgt von vier Kristallpokalen. Jeder Pokal mit Vollwappen Arminiae. Die Pokale sind ein Geschenk des Herren v.Poschinger, der in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts Verkehrsgast des Philisteriums Arminiae war und diese vier Pokale dem Corps aus Dankbarkeit für gewährte Gastfreundschaft geschenkt hat. Ca.1930

Bis zum nächsten Mal
Euer Mili Vuksan I

05.11.2018

Corpsmuseum – die Erste

Liebe Corpsbrüder,

Der Umbau unseres Hauses hat auch vor dem Corpsmuseum keinen Halt gemacht, galt es doch unsere nicht so kleine Sammlung vor möglichen Schäden und Verlusten zu schützen. Also haben wir das komplette Inventar verpackt und Flugs an einen sicheren Ort, nämlich zu mir in mein Fotostudio verbracht. An dieser Stelle möchte ich mich bei den Aktiven für die Hilfe beim Umzug bedanken.
Der Umzug dient aber nicht nur der Sicherheit des Museums, sondern versetzt mich in die Lage unsere Sammlung endlich auch fotografisch zu erfassen und zu katalogisieren. Aus diesem Grund werde ich in der Zukunft in mehr oder minder regelmässigen Abständen Couleourgegenstände aus der Sammlung vorstellen.

Anfangen möchte ich mit sechs Bummlern (Pistolenstöcken). Alle sechs sind wahre Meisterstücke der Elfenbeinschnitzkunst.

Pistolenstock aus Eschenholz mit Griff aus Elfenbein und einer silbernen Manschette. Auf Griff geschnitztes Vollwappen Arminiae mit gekreuzten Schlägern unterlegt und Assistenzdekor.
Die Gravur auf Manschette:
O. Stauffer s/l W.v.Königsthal z.f.E.1883 (Ottmar Staufer 1881/82; Wilhelm König v.Königstal 1882/83)
Dieser schöne Bummler ist ein Geschen unseres lieben Cbr. Döllinger. Obwohl ich sicher bin, dass meine Vorgänger ihm schon gedankt haben, möchte ich mich auch einreihen und Dir lieber Döllinger noch mal im Namen des Corpsmuseums Danke sagen.

Pistolenstock aus Eschenholz mit Griff aus Elfenbein und einer silbernen Manschette. Auf Griff geschnitztes Vollwappen Arminiae mit gekreuzten Schlägern unterlegt und Assistenzdekor. Am unteren Ende zum Stock übergehend zuerst eine sehr aufwendig mit Ranken geschnitzte Elfenbeinmanschette, gefolgt von der Silbermanschette mit Gravur:
Die Confuchsia 1890/91 s.l. A.Weishaupt (FM) FM zu f. E. Aschbg. S.S. 91 (Anton Weishaupt 1889/90)

Pistolenstock aus Eschenholz mit Griff aus Elfenbein und einer silbernen Manschette. Auf Griff geschnitztes Vollwappen Arminiae mit gekreuzten Schlägern unterlegt und Assistenzdekor.
Die Gravur auf Manschette:
A.Auvera s/l A.Petzoldt (xx,xxx,xxx,xxx) z.s.E W.S. 1880/81 (Alfred Auvera 1879/80, August Petzoldt I 1878/79)

So das waren nur ein paar Bilder, es gibt mehr. Es würde den Rahmen dieses Kurzberichtes sprengen. Es wird auf jeden Fall einen Katalog geben, aber dafür brauche ich noch bisschen Zeit.
Bis zum nächsten Mal mit weiteren Schätzen aus unseren Beständen
verbleibe ich mit besten corpsbrüderlichen Grüßen

Euer Mili Vuksan I